FONDATION COLLECTIVE PREVAS - COMME SA PROPRE CAISSE DE PENSION

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Wohneigentumsförderung (WEF)

Allgemeines
Seit 1995 besteht die Möglichkeit das PK-Guthaben für selbstgenutztes Wohneigentum zu verwenden.
Neben dem Vorbezug gibt es auch die Möglichkeit der Verpfändung, die aber wesentlich weniger benutzt wird und hier nicht behandelt wird. Das gilt auch für die übrigen Sonderformen (z.B. Erwerb von Anteilscheinen).

Unbedingt zu beachten ist, dass die versicherte Person alle erforderlichen Nachweise zu erbringen hat. Vorher kann keine Auszahlung erfolgen. Welche Unterlagen benötigt werden entnehmen Sie dem Muster WEF-Antrag.

Zulässige Verwendungszwecke (WEFV Art. 1)

PK-Gelder dürfen verwendet werden für:

  • Erwerb und Erstellung von selbstgenutztem Wohneigentum
  • Beteiligungen an selbstgenutztem Wohneigentum
  • Rückzahlung von Hypothekardarlehen

Wohneigentumsförderung ist nur für ein Objekt gleichzeitig zulässig.

Wohneigentum: zulässige Objekte und Formen (WEFV Art. 2)

  • Wohnung
  • Einfamilienhaus
     

in Form von Eigentum:

  • Miteigentum, namentlich das Stockwerkeigentum
  • Eigentum der versicherten Person mit ihrem Ehegatten oder mit dem eingetragenen Partner/in zu gesamter Hand
  • das selbständige und dauernde Baurecht


Eigenbedarf (WEFV Art.4)
Eigenbedarf = Nutzung durch die versicherte Person an ihrem Wohnsitz oder an ihrem gewöhnlichen Aufenthalt.
Ausnahme: Wenn die versicherte Person nachweist, dass die Nutzung vorübergehend nicht möglich ist, so ist die Vermietung während dieser Zeit zulässig.


Mindestbetrag und Begrenzung (WEFV Art. 5)

  • Mindestbetrag CHF 20'000
  • Ein Vorbezug ist alle fünf Jahre zulässig

Umfang des Vorbezugs

  • Bis Alter 50 = gesamtes Altersguthaben
  • Ab Alter 50 den höheren Betrag der beiden Varianten "Altersguthaben im Alter 50" oder "50% des gesamten Altersguthabens"

Bereits getätigte Vorbezüge sind anzurechnen.

Auszahlung (WEFV Art. 6)
Für die Auszahlung ist vom Versicherten der Nachweis zu erbringen, dass die WEF-Voraussetzungen in allen Teilen erfüllt sind.
Die Auszahlung erfolgt nicht an den Versicherten, sondern direkt an den:

  • Verkäufer
  • Ersteller, oder 
  • Darlehensgeber

Die Vorsorgeeinrichtung zahlt sobald als möglich aus. Die Auszahlung hat spätestens nach sechs Monaten zu erfolgen, nachdem die versicherte Person ihren Anspruch geltend gemacht hat.

 
Eintrag im Grundbuch
Die Auszahlung löst die Meldung an das Grundbuchamt aus, welches eine Veräusserungsbeschränkung im Grundbuch einträgt. Die Kosten trägt der Versicherte.

Steuern
Mit der Auszahlung erfolgt auch die Meldung an die Eidg. Steuerverwaltung. Der Vorbezug ist zu versteuern.  
Bei Rückzahlungen kann die bezahlte Steuer zurückverlangt werden. Rückerstattungsansprüche erlöschen nach Ablauf von drei Jahren.


Zusatzversicherung
Die Stiftung informiert über die Auswirkungen des Vorbezugs auf die Vorsorgeleistungen und vermittelt ggf. eine Zusatzversicherung. Die Kosten dieser Versicherung sind durch die versicherte Person zu bezahlen.


BVG-Guthaben
Der Vorbezug wird üblicherweise verhältnismässig auf das obligatorische und das überobligatorische Guthaben aufgeteilt.

Unterschrift des Ehegatten / Lebenspartners
Für Verheiratete bzw. Personen mit eingetragener Partnerschaft ist die schriftliche Zustimmung des Ehegatten/Lebenspartners erforderlich.