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Der 30. Juni ist Judgement Day im PK-Geschäft

13.03.2015 10:11

Was bei den Krankenkassen der 30. November ist, ist bei den Pensionskassen der 30. Juni. Unternehmen, die ihre berufliche Vorsorge von einer Sammelstiftung durchführen lassen und den Anbieter wechseln möchten, müssen spätestens an diesem Datum kündigen. Die meisten Sammelstiftungen sehen eine Kündigungsfrist von sechs Monaten vor. Läuft ein Anschlussvertrag Ende Jahr aus, muss die Kündigung daher spätestens am 30. Juni bei der aktuellen Sammeleinrichtung eintreffen.

KMUs ohne eigene Pensionskasse haben bei der Durchführung ihrer beruflichen Vorsorge eine echte Wahl. Das Spektrum reicht vom kleineren flexiblen Anbieter bis hin zu den grossen Versicherungsgesellschaften. Einige fokussieren auf gewisse Branchen oder Regionen, die meisten sind aber schweizweit tätig.

Vollversicherung vs. autonome Sammelstiftung

Es stehen zwei grundsätzlich unterschiedliche Modelle zur Auswahl: die sogenannte Vollversicherung, welche aktuell noch von sechs Lebensversicherern angeboten wird und die Vorsorgelösung der autonomen Sammelstiftungen, deren Bedeutung zunimmt. Zu letzteren gehört auch die PREVAS Sammelstiftung.

Das Versprechen der Vollversicherung tönt verlockend: Egal wie die Anlagemärkte sich entwickeln, Ihr Pensionskassen-Anschluss wird dank Kapitalschutz nie in eine Unterdeckung gehen. Die Sicherheit, welche die Versicherer anbieten, wird aber durch eine erhöhte Prämie finanziert. Der Kapitalschutz hat seinen Preis, und zwar den Beitrag für das zur Absicherung der Kapitalschwankungen zur Verfügung gestellte Eigenkapital. Autonome Sammelstiftungen ermöglichen daher mittelfristig pro eingesetztem Vorsorgefranken einen höheren Ertrag. Die berufliche Vorsorge ist auf lange Zeit ausgelegt. Vorübergehende Unterdeckungen, wie sie bei autonomen Sammelstiftungen auftreten können, sind also durchaus systemkonform und verkraftbar.

Bei Vollversicherungslösungen muss zudem berücksichtigt werden, dass der Versicherer bei einem Wechsel in Zeiten von steigenden Obligationenzinsen einen sogenannten Zinsrisikoabzug machen kann (BVG Art. 53e). Dieser beträgt maximal 8% des Vorsorgekapitals. Der Abzug darf aber nur bei einem Wechsel innerhalb der ersten fünf Jahre seit Vertragsabschluss getätigt werden. Im Moment bewegt sich das allgemeine Zinsniveau in die umgekehrte Richtung, also sind hier im Jahr 2015 keine Probleme bei einem Wechsel zu erwarten. Mittlerweile liegen auch die Deckungsgrade fast aller autonomen Sammelstiftungen bei über 100%. Bei einem Wechsel entstehen auch hier keine Probleme mit der Finanzierung einer allfälligen Deckungslücke. 2015 ist somit ein gutes Jahr für die Überprüfung und allfällige Neuplatzierung Ihres PK-Anschlusses.

Mit Broker oder auf eigene Faust?

Viele Firmen greifen bei der Evaluation der Anbieter auf die Dienstleistungen von Maklern zurück, in der Hoffnung, dadurch die passenden Lösungen objektiver eingrenzen zu können. Grundsätzlich eine gute Idee. Leider funktioniert das Modell wegen den falschen finanziellen Anreizen aber nur bedingt. Broker werden bei uns noch immer primär von den Anbietern bezahlt und nicht durch die Kunden. Sie leben meist von den Provisionen oder Courtagen, welche sie von der gewählten Sammelstiftung erhalten. Kein Wunder, dass gute Anbieter, die geringere oder gar keine Kickbacks an Broker bezahlen, ungenügend berücksichtigt werden. Mangelnde Objektivität und Wettbewerbsverzerrung sind die Folge. Bei solchen Entschädigungsmodellen besteht immer die Gefahr, dass den KMUs nicht die optimale Lösung für die PK empfohlen wird. Deshalb arbeitet die PREVAS Sammelstiftung nur mit Maklern zusammen, die ihre Tätigkeit ausschliesslich durch die Honorare der betreuten Firmen bezahlen lassen.

Anleitung Step by Step

KMUs können sich auch auf eigene Faust einen Marktüberblick verschaffen. Mit eigenen Offert-Anfragen, begleitet von Recherchen im Internet und Empfehlungen von befreundeten Firmeninhabern. Hier eine Liste von Kriterien, die bei der Wahl eines passenden Anbieters zu berücksichtigen sind:

  • Vollversicherung oder autonome Sammelstiftung?
  • Wie wichtig ist mir der Freiheitsgrad bei der Ausgestaltung der Vorsorgelösung?
  • Die Gesamtkosten
  • Der aktuelle Deckungsgrad (bei autonomen Sammelstiftungen)
  • Die Anlagerendite in der Vergangenheit
  • Die Servicequalität
  • Die Gesundheitsprüfung bei der Aufnahme neuer Mitarbeiter

Vor einer allfälligen Kündigung sind zudem die Formalitäten und Konditionen betreffend der Weiterführung der laufenden Renten zu prüfen. Bleiben diese beim alten Anbieter oder werden sie an den neuen Anbieter weitergereicht? Es kann durchaus vorkommen, dass Alters- und Hinterbliebenenrentner bei der bestehenden Vorsorgeeinrichtung bleiben und die Invalidenrentner weitergegeben werden. In der Regel unterstützen die Sammelstiftungen ihre Neukunden gerne bei diesen Abklärungen.

Für die Berechnung einer Offerte benötigen die Anbieter von den KMUs die folgenden Informationen: http://www.prevas-sammelstiftung.ch/leistungen/offertanfrage/

Der Countdown zum 30. Juni läuft. Verlangen Sie also rechtzeitig Offerten von geeigneten Anbietern, zum Beispiel von der PREVAS Sammelstiftung.