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Jugendwahn jetzt auch bei Pensionskassen?

05.09.2016 09:08

 

 

Muss eine Sammelstiftung eine Firma eigentlich zwingend aufnehmen? Bei der Krankenversicherung etwa sind wir uns gewohnt, dass ein Versicherter im Rahmen der obligatorischen Deckung von jeder Krankenkasse aufgenommen werden muss. Im Pensionskassen-Geschäft besteht aber (auf Kollektiv-Ebene) Vertragsfreiheit, d.h. eine Sammelstiftung ist nicht verpflichtet, ein Angebot für die Übernahme der Personalvorsorge eines Unternehmens zu unterbreiten. Einzelne neue Mitarbeiter können hingegen bei Aufnahme in einen bestehenden Kollektivvertrag, ähnlich wie bei der Krankenversicherung, nicht abgewiesen werden. Es besteht lediglich die Möglichkeit, während einer Dauer von fünf Jahren Vorbehalte bei bestehenden Gesundheitsproblemen anzubringen. Und dies nur auf Todesfall- und Invaliditätsleistungen, die über dem BVG-Obligatorium liegen.

 

Ältere Mitarbeiter und Rentner als goldene Fesseln

Neben Betrieben, die notorisch viele Invalidenrentner generieren, haben es momentan vor allem Firmen mit einem hohen Anteil an älteren Mitarbeitern und Rentnern schwer, ihre Wechselgelüste zu befriedigen. Grund dafür sind die vielerorts überhöhten Umwandlungssätze, welche mit den aktuellen Anlageerträgen nicht finanzierbar sind. Insbesondere Anschlüsse mit versicherten Altersleistungen, die nahe am BVG-Obligatorium liegen, können für die Anbieter so zum Verlustgeschäft werden. Hier liegt der Umwandlungssatz immer noch bei viel zu hohen 6.8%. In solchen Fällen fehlen pro 100‘000 Franken Alterskapital dann schon mal 30‘000 Franken, um die überhöhte Rente lebenslang zu garantieren. Finanziert wird dieser Fehlbetrag (man spricht von einem „Verrentungsverlust“) durch die langjährigen Kunden des Anbieters.

 

Eine Anti Ageing-Kampagne der besonderen Art

Sammeleinrichtungen behalten sich deshalb vor, in gewissen Fällen eine Offertanfrage abzulehnen, um ihre bestehenden Kunden vor einer unfairen Umverteilung zu schützen. Insbesondere Sammelstiftungen, die nach wie vor mit hohen Umwandlungssätzen operieren, können so ihre überhöhten Rentenversprechen durch eine Selektion von jungen Versichertenbeständen aufrechterhalten. Wenn eine Sammelstiftung gezielt ein Portfolio mit nur wenigen Versicherten vor dem Rentenalter aufbaut, kann sie natürlich problemlos mit hohen Umwandlungssätzen werben, auch bei den überobligatorischen Leistungen. Den Beweis, dass sie diese nachhaltig finanzieren kann, muss sie vorderhand nicht erbringen.

 

Das Auffangbecken, wenn alle Stricke reissen. Und ein Gratis-Tipp.

Was passiert, wenn eine Firma im gekündigten Vertragsverhältnis keinen neuen PK-Anbieter findet? Der Bund hat für diesen Fall vorgesorgt: Die Stiftung Auffangeinrichtung ist verpflichtet, jeder Firma eine Pensionskassenlösung anzubieten. Allerdings besteht hier keine Wahlfreiheit bei der Festlegung der versicherten Leistungen. Diese bewegen sich lediglich im Rahmen des BVG-Obligatoriums. Zudem sind solche Lösungen recht teuer, u.a. wegen des hohen administrativen Aufwandes.

Daher unser Tipp: Anschlussvertrag bei der bestehenden Sammelstiftung erst kündigen, wenn eine verbindliche Aufnahmebestätigung eines neuen Anbieters vorliegt. Es kann schon mal vorkommen, dass eine sogenannte „vorsorgliche Kündigung“ von der Sammelstiftung als definitiv bestätigt wird. Denn auch eine vermeintlich provisorische Kündigung entbindet den bestehenden Anbieter aus rechtlicher Sicht von der Pflicht zur Weiterführung des Vertrages. Vor allem bei Kunden mit vielen Invaliditätsfällen oder mit der oben erwähnten Altersstruktur wird er eher geneigt sein, die Kündigung gerne entgegenzunehmen und umgehend zu bestätigen. Allenfalls macht auch eine Anfrage zur Verkürzung der Kündigungsfrist von sechs Monaten auf beispielsweise drei Monate Sinn, falls nicht genügend Zeit für Abklärungen vorhanden ist. Aber auf keinen Fall den Anschlussvertrag voreilig kündigen!

 

Nachhaltig faire Lösungen

Das flexible Modell der PREVAS Sammelstiftung ermöglicht über eine individuelle Anpassung der Offertparameter in den meisten Konstellationen eine für beide Seiten interessante Lösung, ohne Umverteilung von Jung zu Alt oder von bestehenden zu neuen Kunden. So können etwa die Umwandlungssätze für jeden Anschluss separat festgelegt werden. Berücksichtigt werden dazu unter anderem die Alters- und Leistungsstruktur des Versichertenbestandes oder die verfügbaren freien Mittel. Dies ermöglicht es uns, auch Ihrem Unternehmen ein attraktives Angebot vorzulegen. Testen Sie uns!