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Vorsorgemechaniker gesucht. Die 2. Säule muss in den Service.

04.06.2015 17:08

30 Jahre nach der Einführung ist das BVG zwar noch kein Oldtimer, aber sicher auf bestem Weg zum Status eines Youngtimers mit Überholungsbedarf. Das System der beruflichen Vorsorge scheint gerade aus den Fugen zu geraten. Die Branche zittert, die Presse prognostiziert schwierige Zeiten und die Politik sucht nach Lösungen. Wir leben immer länger und die sicheren Kapitalerträge werden kleiner. Daher sind wesentliche Parameter der beruflichen Vorsorge wie Umwandlungssatz und technischer Zins nicht mehr im Einklang mit den aktuellen Rahmenbedingungen, sprich: zu hoch. Mit dem Resultat, dass im Pensionierungsalter Geld für die Finanzierung der lebenslangen Rentenversprechen fehlt. Im Moment holen sich viele Pensionskassen das fehlende Kapital bei den aktiven Versicherten, also bei der arbeitenden Bevölkerung.

Die jüngere Generation finanziert somit die PK-Renten der älteren Generation mit. So ist es im Schweizer 3-Säulen-Konstrukt aber nicht vorgesehen. Im Gegensatz zur ersten Säule, wo die AHV-Renten der heutigen Pensionierten im sogenannten Umlageverfahren direkt von den heute Berufstätigen bezahlt werden, finanziert in der 2. Säule (eigentlich) jeder Versicherte seine Rente in einem jahrzehntelangen Sparprozess selber. Im Moment findet in der 2. Säule ein vom Gesetzgeber nicht beabsichtigter Transfer von Jung zu Alt in der Höhe von geschätzten 3.5 Milliarden CHF pro Jahr statt, will heissen: wer heute arbeitet, zahlt jährlich gegen 1‘000 CHF an „seinen“ Pensionskassenrentner. Mehr dazu hier.

Was ist zu tun, um das System wieder ins Lot zu bringen? An welchen Stellschrauben kann gedreht werden, damit in der 2. Säule in Zukunft jeder eine ausreichende Rente selber ansparen kann?

Schraube #1: Rentenalter rauf                             

Durch eine Erhöhung des Pensionierungsalters wird mehr Kapital angespart, welches zudem länger verzinst wird. Auch wird der Umwandlungssatz auf dem individuell ersparten Kapital erhöht, da die Rente über weniger Jahre hinweg ausbezahlt werden muss. Die Umsetzung ist beim aktuellen Arbeitsmarkt jedoch schwierig, da ältere Arbeitnehmer von den Arbeitgebern nach wie vor zögerlich eingesetzt werden. Vielleicht hilft der kommende Fachkräftemangel mit, dass Fachwissen und Erfahrung länger in den Unternehmen gefragt bleiben. Teilzeitmodelle gegen Karriereende könnten hier der richtige Weg sein.

Schraube #2: Umwandlungssatz runter        

Diese Massnahme tut weh. Insbesondere ältere Arbeitnehmer, deren erwartete Renten plötzlich herabgesetzt werden, haben wegen der kurzen Restlaufzeit bis zur Pensionierung wenig Zeit, um die Senkung des Umwandlungssatzes durch zusätzliche Ersparnisse zu kompensieren. Viele Pensionskassen drehen aber aktuell an dieser Stellschraube, indem sie die Umwandlungssätze nach unten korrigieren.

Schraube #3: Sparbeiträge rauf                     

Mit höheren Sparbeiträgen wird ein höheres Altersguthaben akkumuliert. Dies geschieht durch eine Erhöhung des versicherten Lohnanteils oder durch höhere Beitragssätze während der gesamten Berufskarriere. Zusätzliche Abgaben respektive Lohnabzüge erfreuen weder Arbeitgeberverbände noch Arbeitnehmer. Bei älteren Arbeitnehmern funktioniert diese Massnahme wegen der kurzen Zeit bis zur Rente nur bedingt. Höhere Gesamtbeiträge sind aber für ein Aufrechterhalten von ausreichenden Rentenversprechen wohl kaum zu umgehen. Es sei denn: siehe Schraube #1.

Schraube #4: Erträge rauf                              

Die Beiträge für die 2. Säule werden von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bezahlt, wobei Letztere mindestens die Hälfte aller Beiträge zu übernehmen haben. Als „dritter Beitragszahler“ wird die Rendite auf den Anlagen bezeichnet. Sind die Erträge auf den sicheren Anlagen wie heute zu tief, kommt der Ruf nach vermehrten Investitionen in risikoreichere Anlagen. Neben Aktien kommen hier z.B. Auslandobligationen, Private Equity und Infrastrukturanlagen in Frage. Die PK-Welt zeichnet sich aber traditionell nicht durch einen hohen Risiko-Appetit aus. Ein Wechsel weg von festverzinslichen hin zu renditeorientierten Anlagen hat noch nicht stattgefunden.

 

Umsetzung mit der PREVAS Sammelstiftung

Bundesrat Alain Berset hat mit seiner Vorsorgereform A V2020 einige dieser Stellschrauben auch im Visier. Deren Umsetzung wird aber noch viel Zeit beanspruchen. Die PREVAS-Sammelstiftung ermöglicht ihren Kunden bereits heute, auf Wunsch einzelne der oben erwähnten vier Elemente massvoll einzusetzen. So kann zum Beispiel der Umwandlungssatz gesenkt werden und dafür die Sparbeiträge unverändert gelassen werden. Oder umgekehrt. Vielleicht bringen Sie aber auch genügend freie Mittel ein, die es Ihnen ermöglichen, ein sportlicheres Risiko-/Ertragsprofil bei der Anlagestrategie zu wählen, unter Beibehaltung der aktuellen Sparbeiträge und des Umwandlungssatzes. Unsere Vorsorgemechaniker ermöglichen Ihnen damit eine langfristig verträgliche Anpassung der Stellschrauben Ihrer Vorsorgelösung an die aktuellen Rahmenbedingungen.